Was darf man mit Extensions nicht machen?

Was darf man mit Extensions nicht machen?

Was darf man mit Extensions nicht machen?

Haarverlängerungen können feinem, kurzem oder glanzlosem Haar innerhalb weniger Stunden deutlich mehr Länge und Volumen verleihen. Damit das Ergebnis jedoch lange schön bleibt, brauchen Extensions eine andere Pflege als das eigene Haar. Viele typische Probleme wie Verfilzungen, herausgerutschte Strähnen, sichtbare Verbindungsstellen oder abgebrochene Eigenhaare entstehen nicht durch die Haarverlängerung selbst, sondern durch Fehler im Alltag.

Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob es sich um Bonding-Extensions, Tape-Extensions oder Clip-ins handelt. Die Befestigungsmethoden unterscheiden sich zwar, dennoch gibt es einige grundlegende Dinge, die man mit nahezu allen Extensions vermeiden sollte.

 

Extensions niemals im nassen Zustand grob bürsten

Nasses Haar ist besonders empfindlich. Das gilt sowohl für das Eigenhaar als auch für die Verlängerungssträhnen. Wer nach dem Waschen sofort kräftig mit einer Bürste durch die Haare zieht, belastet die Verbindungsstellen und kann einzelne Extensions lösen.

Vor allem bei langen Haarverlängerungen entstehen schnell Knoten in den Spitzen und Längen. Deshalb sollte man die Haare zunächst vorsichtig mit einem Handtuch ausdrücken. Starkes Rubbeln ist tabu. Anschließend werden die Strähnen mit den Fingern vorsortiert und mit einer speziellen Extensionsbürste von unten nach oben entwirrt.

Wichtig ist außerdem, die Ansätze und Verbindungsstellen beim Bürsten mit einer Hand festzuhalten. So wird verhindert, dass zu viel Zug auf das Eigenhaar gelangt.

 

Nicht mit nassen Extensions schlafen gehen

Einer der häufigsten Pflegefehler ist das Schlafengehen mit feuchten oder nassen Haaren. Während der Nacht reiben die Haare am Kissen und bewegen sich ständig. Sind sie noch feucht, können sich besonders am Ansatz schnell hartnäckige Verfilzungen bilden.

Bei Tressen kann die Feuchtigkeit außerdem über einen längeren Zeitraum an den Befestigungen verbleiben. Dadurch können Verbindungen instabil werden oder unangenehme Rückstände entstehen.

Vor dem Schlafengehen sollten die Haare deshalb vollständig trocken sein. Lange Extensions werden am besten zu einem lockeren Zopf geflochten. Ein Seiden- oder Satinkissenbezug kann zusätzlich helfen, Reibung und Knotenbildung zu reduzieren.

 

Keine ungeeigneten Pflegeprodukte an den Ansatz geben

Pflegende Öle und reichhaltige Masken können die Längen von Extensions weich und glänzend halten. An den Verbindungsstellen haben sie jedoch nichts zu suchen.

Ölige oder sehr reichhaltige Produkte können besonders bei Tape-Extensions den Kleber lösen. Auch Bondings oder Nanoring-Extensions können durch glättende Pflegeprodukte leichter verrutschen. Conditioner, Haarkuren und Haaröl sollten deshalb ausschließlich in die Längen und Spitzen eingearbeitet werden.

Beim Shampoo empfiehlt es sich, ein mildes Produkt zu verwenden. Das Shampoo wird sanft am Ansatz verteilt, ohne die Befestigungen stark zu reiben oder kreisförmig zu massieren. Die Längen müssen meist nicht kräftig eingeschäumt werden. Beim Ausspülen läuft das Shampoo ohnehin über die Haare und entfernt dort leichte Verschmutzungen. Idealerweise sollten die Pflegeprodukte auf die Extensions abgestimmt sein.

 

Kein starkes Reiben oder Überkopfwachsen

Wer Extensions trägt, sollte die Haare möglichst nicht kopfüber über der Badewanne waschen. Dabei können die Strähnen durcheinanderfallen und sich an den Ansätzen verdrehen. Das anschließende Zurückwerfen der Haare erhöht zusätzlich die Gefahr von Knoten und Zugbelastungen.

Besser ist es, die Haare unter der Dusche in ihrer natürlichen Fallrichtung zu waschen. Dabei sollte man mit den Fingern vorsichtig zwischen die Verbindungsstellen greifen, ohne sie kräftig zu rubbeln.

Clip-in Extensions, Ponytails und sonstige nicht permanent angebrachte Extensions sollten vor dem Waschen vom Eigenhaar entfernt werden. Diese Haarteile lassen sich am besten im Waschbecken waschen.

Beim Trocknen ist Reiben mit dem Handtuch ungeeignet. Die Haare werden stattdessen sanft ausgedrückt oder in ein weiches Handtuch gewickelt.

 

Hitze niemals direkt auf die Verbindungen richten

Glätteisen, Lockenstab und Föhn können auch bei Haarverlängerungen verwendet werden. Entscheidend ist jedoch die richtige Anwendung. Direkte und starke Hitze kann Klebestellen, Keratinbondings oder andere Befestigungen beschädigen.

Das Glätteisen sollte niemals direkt über Bondings oder Tapes geführt werden. Beim Föhnen ist ein ausreichender Abstand zu den Ansätzen sinnvoll. Außerdem sollte die Temperatur nicht unnötig hoch eingestellt werden. Wir empfehlen max. 180° C.

Ein Hitzeschutzprodukt ist für die Längen empfehlenswert. Es sollte jedoch ebenfalls nicht direkt auf die Verbindungsstellen aufgetragen werden. Da Extensions nicht mehr über die natürliche Kopfhaut mit Feuchtigkeit und Fett versorgt werden, trocknen sie bei häufiger Hitzeeinwirkung schneller aus als das Eigenhaar.

 

Extensions nicht dauerhaft hoch und straff tragen

Ein fester Pferdeschwanz oder ein strenger Dutt kann einen starken Zug auf das Eigenhaar und die Befestigungen ausüben. Besonders bei frisch eingesetzten Extensions reagieren manche Personen empfindlich auf straffe Frisuren.

Gelegentlich sind Hochsteckfrisuren meist kein Problem, sofern die Haare nicht zu fest gebunden werden. Dauerhaft straffe Frisuren sollten jedoch vermieden werden. Sie können zu Druckgefühl, Kopfschmerzen und im ungünstigsten Fall zu Haarbruch führen.

Haargummis ohne Metallteile sind besser geeignet als dünne oder einschneidende Gummis. Auch Spiralhaargummis oder weiche Scrunchies können die Belastung reduzieren.

Wer gerne öfter einen Pferdeschwanz trägt sollte lieber zu Ponytail-Extensions greifen. Diese schützen das Eigenhaar, in dem sie wie eine Hülle auf dem eigenen Haar liegen.

 

Sonnencremes, Chlor- und Salzwasser nicht unterschätzen

Schwimmen ist mit Extensions grundsätzlich möglich. Chlorwasser, Salzwasser und starke Sonneneinstrahlung können die Haare jedoch austrocknen und die Verbindungsstellen belasten.

Vor dem Schwimmen sollten die Haare zu einem Zopf geflochten werden. Wer regelmäßig schwimmt, kann zusätzlich eine Badekappe verwenden. Nach dem Baden müssen Salz- oder Chlorreste gründlich mit klarem Wasser ausgespült werden.

Besonders gefährlich ist es, die nassen Haare nach dem Schwimmen offen trocknen zu lassen oder sie anschließend ungewaschen zusammenzubinden. Sonnencreme sollte ebenfalls nicht mit den Extensions in Kontakt kommen, da bestimmte Inhaltsstoffe Verfärbungen verursachen können. Das betrifft vor allem helle und blonde Haarverlängerungen. Mehr dazu in diesem Blogbeitrag.

 

Verfilzungen am Ansatz nicht ignorieren

Kleine Knoten zwischen den Befestigungen lassen sich anfangs häufig noch vorsichtig lösen. Werden sie ignoriert, können daraus feste Verfilzungen entstehen, die sich nur noch schwer entfernen lassen.

Die Ansätze sollten deshalb regelmäßig mit den Fingern voneinander getrennt werden. Dabei geht man vorsichtig Reihe für Reihe durch das Haar. Besonders wichtig ist das bei ausgefallenen Eigenhaaren. Diese bleiben durch die Verbindungsstellen häufig zunächst im Haar hängen und können sich mit benachbarten Strähnen verknoten.

Starke Verfilzungen sollten nicht selbst mit Gewalt auseinandergezogen oder herausgeschnitten werden. In diesem Fall ist ein Termin im Friseursalon die sicherere Lösung.

 

Extensions nicht selbst entfernen

Auch wenn einzelne Strähnen locker werden oder sichtbar herauswachsen, sollten dauerhaft befestigte Extensions nicht eigenständig entfernt werden. Haushaltsmittel, Zangen, aggressive Lösungsmittel oder das gewaltsame Abziehen können das Eigenhaar erheblich schädigen.

Bondings, Tapes, Rings und Tressen müssen mit der passenden Technik und den dafür vorgesehenen Werkzeugen entfernt oder hochgesetzt werden. Eine professionelle Entfernung schützt nicht nur das Eigenhaar, sondern ermöglicht häufig auch die Wiederverwendung hochwertiger Extensions.

Eine Ausnahme bilden Clip-in-Extensions. Diese sind für das tägliche Einsetzen und Herausnehmen vorgesehen. Sie sollten vor dem Schlafen, Duschen und Schwimmen immer entfernt werden.

 

Pflege- und Kontrolltermine nicht auslassen

Extensions wachsen gemeinsam mit dem Eigenhaar heraus. Dadurch vergrößert sich mit der Zeit der Abstand zwischen Kopfhaut und Befestigung. Werden die Haare nicht rechtzeitig hochgesetzt oder erneuert, entsteht eine ungünstige Hebelwirkung.

Wann ein Termin notwendig ist, hängt von der Methode, dem Haarwachstum und der Pflege ab. Tape-Extensions müssen häufig früher hochgesetzt werden als manche Bondings. Auch Tressen und Ring-Systeme benötigen regelmäßige Kontrollen.

Wer zu lange wartet, riskiert sichtbare Befestigungen, Verfilzungen und eine unnötige Belastung des Eigenhaars. 

 

Fazit: Was darf man mit Extensions nicht machen?

Mit Extensions sollte man vor allem alles vermeiden, was starke Reibung, Zug, Hitze oder ungeeignete Pflegeprodukte an den Verbindungsstellen verursacht. Nasses Schlafengehen, grobes Bürsten, straffe Frisuren, direkte Hitze und das eigenständige Entfernen gehören zu den häufigsten Fehlern.

Wer seine Haarverlängerung vorsichtig behandelt, regelmäßig bürstet und die empfohlenen Kontrolltermine einhält, kann lange Freude an ihr haben. Gute Extensionspflege bedeutet dabei nicht, auf Styling oder Freizeitaktivitäten verzichten zu müssen. Entscheidend ist vielmehr, die Haare bewusst zu behandeln und die Befestigungsmethode bei jeder Pflegeroutine zu berücksichtigen.

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